Telcos brauchen mehr Steuergelder zum Überleben

E-GovernmentManagementRegulierung

Wo der Staat einspringt, verlieren Geschäfte das Risiko

Die großen Telekommunikationsunternehmen France Telecom, KPN aus den Niederlanden und Sonera aus Finnland benötigen zusätzlich zu den bisher erhaltenen Darlehen aus der Staatskasse jeweils noch einmal die selbe Summe, um dauerhaft überleben oder gar in die schwarzen Zahlen kommen zu können.

Davon gehen die Analysten in den Finanz-Brennpunkten Europas aus, in London und Amsterdam. Im Falle von France Telecom wären das noch einmal 8,9 Milliarden Euro. Auch die deutsche Mobilcom, sowie Sonera und KPN benötigten dringend neues Geld vom Staat – die Banken seien für sie momentan nicht ansprechbar, heißt es.

Insgesamt hätten die ehemaligen Staatsbetriebe durch Fusionen und Übernahmen seit der Deregulierungsphase Anfang der Neunziger im Jahr 2000 den bislang höchsten Schuldenberg von 300 Milliarden Dollar angehäuft – und das betrifft zunächst nur die “alten” EU-Staaten wie Frankreich, Niederlande, Spanien, Italien und Deutschland.

Dennoch, so Arnold Gast, Industrieanalyst bei der Bank Theodoor Gilissen Bankiers, gegenüber dem Wirtschaftsmagazin Bloomberg, “Gibt es immer noch zu viele Telekommunikationsunternehmen”. Bevor dieses Marktsegment wieder wachsen könne, werde noch ein “ganz beträchtlicher” Zeitraum vergehen.