IBM schließt letzte Fertigung in Deutschland

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Tabula rasa: Erst geht Staudt, dann die Kollegen

Big Blue schließt seinen letzten Produktionsstandort in der Bundesrepublik. Die Ankündigung kommt nur einen Tag nach dem Rücktritt von Deutschland-Chef Erwin Staudt. Er bestätigte der Financial Times Deutschland, dass die Produktion von Festplatten in Mainz bis zum Jahresende aufgegeben werden soll.

Betriebsratschef Klaus Trautmann rechnet damit, dass 800 der 1300 Mitarbeiter dort entlassen werden. Die restlichen 500 könnten voraussichtlich auf andere Standorte verteilt werden.

Der schnelle Strategiewechsel wirft ein weiteres Schlaglicht auf die überraschende Personalentscheidung an der Spitze der drittgrößten Landesgesellschaft der IBM. Nach Informationen aus Unternehmenskreisen soll die Tochter im vergangenen Jahr mit ihrer Dienstleistungssparte die US-Vorgaben nicht erfüllt haben – zum zweiten Mal in Folge.

IBM hatte im vergangenen Jahr die Festplattensparte an Hitachi verkauft. Eingefädelt hatte den Deal Staudts Nachfolger Walter Raizner, der bisher für das weltweite Storage-Geschäft zuständig war.