Cisco und Huawei bekriegen sich wegen Software-Patenten

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Wettbewerb im Gerichtssaal

Der Netzwerk-Konzern Cisco hat Ärger mit einem relativ neuen Rivalen. Chinas größter TK-Ausrüster Huawei soll sich Software-Patente des US-Partners angeeignet und produktspezifische oder strategische Dokumente kopiert haben. Deshalb strengt Cisco nun eine grenzüberschreitende Klage in Texas gegen Huawei an.

Huawei weist die Vorwürfe weit von sich. Beobachter geben zwar zu bedenken, dass sich der Gedanke von Urheberrechtsschutz im Wirtschaftsleben Chinas oft genug auf dem Papier niederschlage und nicht umgesetzt werde. Allerdings zählt Huawei zu den international sehr aktiven Unternehmen.

Unternehmenssprecherin Wendy Wu sagt deshalb: “Wir haben uns in der Vergangenheit immer korrekt verhalten, wir kennen die Regeln.” Das Unternehmen lasse sich seit der Klageeinreichung am Mittwoch Abend nun anwaltlich vertreten und sei unbesorgt über Verfahren und Ausgang.

Cisco sieht das allerdings anders. “Wir schätzen Konkurrenz und Wettbewerb – aber das Abschreiben von Dokumenten und das Stehlen von Quellcode hat damit nichts zu tun”, heißt es hier. Mark Chandler, Vice President und General Counsel bei Cisco sagte der Nachrichtenagentur Reuters: “Wir müssen unser Produkt schützen und dafür sorgen, dass ein Mindestmaß an Fairness im Konkurrenzkampf eingehalten wird.”

Nun wird das Gericht entscheiden. Erfahrungsgemäss erstrecken sich derartige Verhandlungen über Jahre.