Kazaa holt zum Gegenschlag aus

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Hat sich Hollywood gegen Musikbörse verschworen?

Die Kazaa-Betreiber Sherman Networks wollen sich nicht länger von den Großen einschüchtern lassen. Mit einer Klage gegen Plattenfirmen und Hollywood-Studios beharren sie auf ihrem Existenzrecht und vermuten gar eine Verschwörung ihrer Feinde, Kazaa endgültig aus dem Geschäft drängen zu wollen.

Sherman begründet seine Klage damit, dass verschiedene Labels und Studios ihre Urheberrechte zu Ungunsten der Musikbörse missbraucht hätten. Das sei ein Kartellverstoß, zitieren US-Medien. So lasse sich Kazaa nicht mit der Tauschbörse Napster vergleichen. Vielmehr hätten die Betreiber stets versucht, eine regelgerechte Distribution aufzubauen. Dies hätten die angesprochenen Firmen aber stets abgelehnt.

Aus der Klageschrift geht angeblich hervor, dass sich Sherman wiederholt mit Vertretern der Musik- und Filmindustrie getroffen habe, um über eine Lizenzierung für den legalen Vertrieb kopiergeschützten Inhalts zu sprechen. Obwohl einige Firmen interessiert gewesen wären, seien sie von verschiedenen Trade-Groups in den USA “zurückgepfiffen“ worden, wird der Sherman-Anwalt zitiert.