Microsoft meint’s offenbar ernst: Baldiges Ende der Prozesse?

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Vermittlungsgespräche: Apple soll Gerichtsentschluss für Microsoft nicht gefährden

Der außergerichtliche Kartell-Vergleich von Microsoft mit seinen Klägern im US-Bundesstaat Kalifornien schlägt weiter hohe Wellen. Um einen Einspruch gegen die geplanten Software-Gutscheine zu verhindern, hat Microsoft jetzt Verhandlungsgespräche mit seinem Konkurrenten Apple aufgenommen.

Wegen Monopolmissbrauchs und überhöhten Preisen hatten mehrere kalifornische Unternehmen Sammelklage gegen Microsoft erhoben. Der Softwarekonzern hatte Mitte Januar einem außergerichtlichen Vergleich zugestimmt, nach dem er die betroffenen Unternehmen mit Gutscheinen im Gesamtwert von 1,1 Milliarden Dollar entschädigen will.

Wird die Entschädigung nicht innerhalb einer Frist von vier Monaten abgerufen, soll der verbleibende Teil der Gutscheine an Schulen und Bildungszentren gehen. Damit aber stärke Microsoft seine Position im Bildungsbereich und dehne damit seine marktbeherrschende Stellung nur weiter aus, fürchtet Apple.

Apple musste im vergangenen Jahr bereits Umsatzrückgänge von 15 Prozent im Geschäft mit Schulen, Universitäten und anderen Bildungseinrichtungen verkraften. Hier ist das Unternehmen traditionell stark vertreten. Apple besteht nun darauf, das die Zahlungen aus dem Vergleich nur in Form von Barzahlungen stattfinden dürften.