Oracle mit Regierungsaufträgen im Aufwind

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Homeland Security ist für kleinen Boom gut

Oracle-Chef Larry Ellison sieht sein Unternehmen auf der Überholspur, weil er sich lukrative Aufträge der öffentlichen Hand verspricht. Vor allem beim US-Militär, der neuen nationalen Behörde für innere Sicherheit sowie im Gesundheitswesen werde Oracle von höheren IT-Ausgaben profitieren, sagte Ellison der Nachrichtenagentur Reuters.

Im Etat für das Jahr 2004 hat die Bush-Regierung bislang 60 Milliarden Dollar für Informationstechnologie vorgesehen, vor allem um das Gesundheitswesen effizienter zu machen und die Ausgaben dort in den Griff zu bekommen.

Derzeit erzielt Oracle zwischen 10 und 15 Prozent seiner Umsätze mit öffentlichen Aufträgen. Nachdem der Datenbankhersteller aber inzwischen auch in zahlreichen Geheimaufträgen seine Finger im Spiel hat, könnte dieser Anteil schon bald ansteigen.

Ellison geht mit der Ausrichtung offen um, hat sich allerdings mit einem Vorschlag wenig Freunde gemacht, einen maschinenlesbaren US-Personalausweis einzuführen. Die Amerikaner verwenden als Ausweisdokument in aller Regel nur ihren Führerschein, der von den Bundesstaaten ausgestellt wird.