Intel scharrt schon mit den Füßen

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AMD berappelt sich nur mühsam

Der Halbleiter-Multi Intel stimmt die Branche auf eine deutliche Markterholung ein, die unmittelbar bevorstehen soll. Finanzchefin Leslie Culbertson betonte, Intel werde sein Investitionspläne aufrecht erhalten, um für den erhofften Boom gerüstet zu sein.

Drei Gründe sehe sie für den wachsenden Erneuerungsdruck in der PC-Flotte: Zum einen sei die Lebensdauer der Hardware bei immer mehr Geräten erreicht, zum anderen würden die zunehmenden Sicherheitsprobleme auch neue Technik erforderlich machen. Und schließlich stelle Microsoft ja noch in diesem Jahr den Support für Windows 98 ein, so Culbertson.

Der amerikanische Branchenverband Semiconductor Industry Association rechnet in seinen jüngsten Vorhersagen für das laufende Jahr mit einem Wachstum von 20 Prozent in der Halbleiterindustrie. Die Analysten der Wall Street bleiben da vorsichtiger und gestehen der Branche derzeit nur halb so viel Zuwachs zu.

Intels Verfolger AMD kämpft währenddessen nicht nur mit Produktverschiebungen, sondern auch mit einem weiter schrumpfenden Marktanteil: Die Kalifornier sind im vergangenen Quartal von 18 auf nur noch 13,8 Prozent weltweit abgestürzt. Das geht aus der aktuellen Übersicht von Mercury Research hervor. Immerhin sei die negative Entwicklung bei AMD damit ein wenig gebremst, heißt es.

Der Platzhirsch dagegen konnte seinen Marktanteil von 81,2 auf 84,6 Prozent im Jahresvergleich der Schlussquartale ausbauen. Bemerkenswert ist aber auch, dass die kleinen Chiphersteller wie Transmeta oder Via gleichzeitig Boden gutmachen konnten. Mercury sieht sie zusammen jetzt bei 1,6 Prozent – und damit doppelt so dick im Geschäft als noch im Herbst.