Cisco-Patentstreit: Chinesen machen Rückzieher

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Mit Samtpfoten vom Markt geschlichen

Der Patentrechtsstreit zwischen Cisco und dem chinesischen TK-Ausrüster Huawei hat sich eine überraschende Wendung ergeben. Huawei hat die Produkte, an denen Cisco Patentrechtsverletzungen und den Raub von geistigem Eigentum abgelesen haben will, nunmehr vom amerikanischen Markt genommen. Für Cisco ein formaler Sieg – Huawei weigert sich nach wie vor, irgendeine Schuld einzugestehen.

Die Chinesen wollen sich “mit aller Kraft gegen die rufschädigenden Anschuldigungen” wehren, heißt es aus Peking. Die Produkte, vor allem handelt es sich dabei um Router der Serie Quidway, seien “unbedeutend”. Sie vom Markt zu nehmen sei mehr als vertretbar und schaffe beiden Unternehmen Raum, um sich zu einigen. Huawei sei eine innovative Firma, die “immer sowohl die eigenen als auch die Urheberrechte anderer Unternehmen” respektiert habe.

Der Schritt wird in den USA als Schuldeingeständnis betrachtet – dies vor allem vor dem Hintergrund, dass in der US-Gesellschaft derzeit chinesische Studenten gerne der Industrie- und Militärspionage verdächtigt werden.