Regulierer gibt Ortsnetz frei – ab April

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Call-by-Call schon früher möglich

Die freie Wahl des Anbieters bei Ortsnetzgesprächen wird in Deutschland nach langer Verzögerung vom 25. April an möglich sein. Die Bonner Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post teilte mit, die Telefon-Kunden könnten dann den Ortsnetzgesprächsanbieter vor jedem Gespräch mit einer Netzvorwahl selbst bestimmen, wie es schon seit fünf Jahren bei Ferngesprächen möglich ist.

Damit wird die Möglichkeit eröffnet, dass künftig mehr Unternehmen der noch marktbeherrschenden Deutschen Telekom bei Ortsnetzgesprächen Konkurrenz machen können.

Vom 9. Juli an soll es dem Beschluss der Regulierungsbehörde zufolge zudem möglich sein, dass die Telefon-Kunden in Deutschland einen Anbieter fest auswählen, über den sie ihre Ortsgespräche führen wollen, also auch hier eine Preselection einstellen lassen.

Die freie Anbieterwahl im Ortsnetz müsste nach europarechtlichen Vorgaben in Deutschland bereits seit dem Jahreswechsel zur Verfügung stehen. Da die Bundesregierung die Einführung nicht fristgerecht umgesetzt hat, leitete die EU-Kommission bereits ein Klageverfahren vor dem Europäischen Gerichtshof ein.