Netscape büßt für unerlaubte Überwachung seiner User

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Milder Vergleich: 100 000 Dollar Strafe

Der US-Browser-Hersteller Netscape hat gegen das Datenschutzgesetz verstoßen. Ein Feature des Browsers namens “Smartdownload” hatte Informationen über jeden Download der User an Netscape übermittelt, wo diese Daten illegal gespeichert wurden. Nach einer außergerichtlichen Einigung mit dem Staatsanwalt des US-Bundesstaates New York soll Netscape dafür 100 000 Dollar zahlen.

Bereits seit dem Jahr 2000 wurde in dieser Angelegenheit gegen das Unternehmen ermittelt. Die von dem Staatsanwalt von New York durchgeführte Untersuchung bestätigte, dass tatsächlich unter anderem die Adressen aller bezogenen Dateien gespeichert wurden. Jedoch konnte dem Unternehmen nicht nachgewiesen werden, die gesammelten Informationen mit den Userdaten verknüpft zu haben.

Netscape wies die Vorwürfe, illegal Daten gespeichert zu haben konsequent zurück, hatte jedoch während der Untersuchungen eingewilligt, Updates für Smartdownload herauszugegeben, nach deren Installation keine Daten mehr an Netscape übermittelt wurden. Darüber hinaus hat sich Netscape im Rahmen des geschlossenen Vergleichs dazu verpflichtet, alle gespeicherten URLs zu löschen.