Online-Bonds gehen weg wie nichts

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Krisenresistente Interesssen

Festverzinsliche Wertpapiere online zu kaufen und Informationen darüber auch über Internet einzuholen, ist beliebt. Die Informationen stehen hier gebündelt zur Verfügung, so heißt es in Branchenkreisen. Auch der konjunkturbedingte Rückgang sonstiger online getätigter Aktien- und Geldgeschäfte konnte dieser Leidenschaft nichts anhaben. Zu diesem Ergebnis kommen die Anbieter solcher Leistungen wie Charles Schwab, GE Capital, E-Trade Group, Vanguard und andere.

So hat beispielsweise der Finanzdienstleister Charles Schwab seit Bestehen des Online-Dienstes, immerhin drei Jahre, einen zehnfachen Anstieg der monatlich getätigten Bonds-Geschäfte ausgemacht. Waren es im Jahr 2000 noch 1000, so werden inzwischen 10 000 solcher Aktionen durchgeführt. Selbstredend werden sie nach wie vor von den Online-Aktiengeschäften in den Schatten gestellt: Im März allein sollen es auf der Site 143 990 Bewegungen am Tag gewesen sein. Dennoch bezeichnen die Anbieter selbst den Zuspruch, den die online handelbaren Bonds genießen, als beträchtlich.

Den Grund dafür glaubt Sang Lee zu wissen, Analyst bei der Bostoner Finanzberatung Celent Communications: “Der Wechsel hin zu digitalen Handelsplattformen erlaubt auch dem Einzel-Investor eine zeitnahe Analyse von Tausenden von Preisen quasi auf einen Blick. Die Transparenz ist hier viel größer.”

Feilen könnten die Anbieter seiner Ansicht nach aber an so manchen Stellen dieser erfolgversprechenden Angebote. So sei die Navigation durchweg kompliziert, die Suche nach einzelnen Titeln durch die Eigenart der Bonds erschwert. Sie haben nämlich nicht wie Aktienkurse Börsen-Symbole, sondern müssen nach fünf und mehr Kriterien bestimmt werden. Hierfür eine taugliche Suchfunktion zu finden, gibt Sang den Geldinstituten als Aufgabe.