E-Voting entpuppt sich als Flop

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Wahlbeteiligung sank sogar

Die erstmals in Europa eingesetzten E-Voting-Trials haben sich bei den englischen Bezirkswahlen als Misserfolg erwiesen. Nach Angaben der “Electoral Reform Society” gab es statt dem erhofften größeren Zuspruch dabei sogar wesentlich weniger Wahlbeteiligung als in den Bezirken, die nach dem herkömmlichen Verfahren abgestimmt hatten.

Insgesamt wurden in 17 Gemeinden zusätzlich zu der herkömmlichen Wahlmethode verschiedene E-Voting-Verfahren angeboten. Die Stimmen konnten per Internet, Telefon, Rückkanal TV-Leitung oder SMS abgegeben werden. Während die Wahlbeteiligung in den ausschließlich herkömmlich abstimmenden Gemeinden gleich geblieben war, sank sie in den anderen Bezirken sogar um 1,5 Prozent.

Der Versuch der Regierung, die Wahlbeteiligung durch elektronische Stimmabgabe von zu Hause aus zu erhöhen ist somit gescheitert. Die Suche nach den Ursachen dürften nun auch Anbieter in Europa mit Spannung verfolgen, gilt die digitale Stimmabgabe in Großbritannien doch als Modell für ähnliche Angebote in anderen Ländern.