UMTS: Swisscom gegen neue Vergaberegeln in Deutschland

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Gerüchteküche der Regulierungsbehörde brodelt

Der Schweizer TK-Konzern Swisscom schließt eine Klage gegen mögliche nachträgliche Änderungen der Vergaberegeln für die deutschen UMTS-Lizenzen nicht aus. Swisscom-Chef Jens Alder sagte der Welt am Sonntag, “wir haben unter bestimmten Spielregeln mitgesteigert und sind unter Berücksichtigung dieser Regeln auch ausgestiegen. Gegen eine nachträgliche Änderung durch den Regulator hätten wir große Bedenken und würden Ansprüche anmelden”. Dies könne unter Umständen auch eine Klage bedeuten.

Swisscom war mit ihrer Tochter Debitel aus der UMTS-Auktion vor zwei Jahren bei einem Preis von fünf Milliarden Euro ausgestiegen. “Wir hatten einen Engel”, sagte Alder. Mit der teuren Lizenz wäre Swisscom heute sehr unglücklich, so der Manager.

Ein künftiges Engagement im deutschen UMTS-Netzbetrieb schloss Swisscom aus, selbst wenn die Lizenz kostenfrei wäre. Der UMTS-Einstieg lohne sich nicht, wenn damit der komplette Aufbau eines Mobilfunknetzes verbunden sei, sagte Alder.

In der Branche gibt es Stimmen, dass die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) den Handel mit Lizenzen zulassen sollte. Nur so wären auch Fusionen von kleineren Marktteilnehmern denkbar, ohne dass die UMTS-Lizenz an den Regulierer zurückfällt. Ende Juli hatten der Mobilfunkneuling Quam seine Geschäfte eingefroren. Die Vorbereitungen für das UMTS-Geschäft sollen weiterlaufen. Group 3G und fünf weitere Unternehmen hatten vor zwei Jahren jeweils eine Lizenz für rund acht Milliarden Euro ersteigert.