Axel Springer macht mit digitalen Medien Kohle

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… und färbt seine Zahlen schwarz

Der Axel-Springer-Verlag (ASV) ist mit seinen gerade vorgestellten Halbjahreszahlen wieder in die schwarzen Zahlen gerutscht. Und das verdankt der Medienkonzern unter anderem seinem elektronischen Geschäftsbereich.

So stieg der Konzern-Umsatz mit 4,2 Prozent im ersten halben Jahr moderat. Doch im Bereich elektronische Medien weist das Hamburger Unternehmen eine Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 16 Prozent aus. Das entspricht einem Umsatzvolumen von 44 Millionen Euro.

Nach Angaben von Firmensprecherin Edda Fels gründet dieser Umsatzsprung vor allem in der Profitabilität der Tochterfirma ASV Interactive. Diese vermarktet mehr als 33 Websites. Dazu gehören t-online.de, infoseek.de, Bild online, Die Welt online und TV Total online.

Allerdings konnte der ASV nicht nur Gewinne bei den elektronischen Medien einfahren: Im April musste der Online-Marktplatz Qivive drei Jahre nach seiner Gründung Konkurs anmelden – ein Gemeinschaftsprojekt von ASV, der Lufthansa-Tochter Start und dem Konzertveranstalter Deag.

Insgesamt beliefen sich die Firmenwertabschreibungen auf 26 Millionen Euro. So stieg das operative Konzernergebnis um 8 Millionen Euro – von 34 Millionen im Vorjahr auf nun 42 Millionen Euro.