SMS-Spammer zu hoher Geldstrafe verdonnert

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Kunden wurden zum Narren gehalten

Das britische Unternehmen Moby Monkey muss nach einer Flut von Kundenbeschwerden eine Geldstrafe in Höhe von 79 000 Euro bezahlen. Das hat die freiwillige Selbstkontrolle ICSTIS der Telefondienstleister auf der Insel jetzt entschieden. Hintergrund sind massenhaft versandte Mobilfunk-Kurzmitteilungen, in denen den Empfängern ein Sachgewinn im Wert von rund 790 Euro versprochen wurde.

Zunächst wurden die Empfänger allerdings aufgefordert, eine 0190-Nummer anzurufen. Die Kosten dafür: 2,35 Euro pro Minute, vom Gewinn keine Spur. Das Independet Committee for the Supervision of Standards of Telephone Information Services (ICSTIS) ist eine von der wirtschaft finanzierte Organisation, die das Verhalten von Mehrwertanbietern überwacht.

Nicht zum ersten mal ist Moby Monkey ins Visier des Branchenverbands geraten. Bereits im vergangen Jahr ist das Unternehmen wegen Verstößen im Vertrieb von Handy-Klingeltönen zu einem Bußgeld von umgerechnet 30 000 Euro verdonnert worden.