Die Grünen gewinnen die Wahl – der besten Websites

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Schröder und Stoiber rangieren unter “ferner liefen”

Die Bundestagskandidaten der Grünen haben nach einer Umfrage im Durchschnitt die besten Seiten im Internet. Das ermittelten das Politikportal politik-digital.de sowie die Meinungsforschungsinstitute eMind@emnid und 3-point concepts. Heute stellten sie die Ergebnisse ihrer Studie vor.

Die Rangliste der zehn besten “e-candidates 2002” führt jedoch die SPD-Bundestagsabgeordnete Nicolette Kressl. Ihre Internet-Seite weise keine technischen Schwächen auf und sei wählernah angelegt, heißt es in der Studie.

Bei der online-repräsentativen Umfrage nach der besten Kandidaten-Site zum Deutschen Bundestag wurden 1056 Internetnutzer nach ihren Erwartungen und Eindrücken befragt. Sie sollten sagen, welche Kriterien sie in puncto Inhalt und Interaktivität an eine Kandidatenseite anlegten. Insgesamt 638 Kandidaten-Sites wurden einer ersten Analyse unterzogen. Davon erreichten 162 die Endrunde. Auf dem zweiten Platz rangiert der Studie zufolge ebenfalls eine Politikerin, die ehemalige Familienministerin Claudia Nolte (CDU).

Dagegen landete der sonst so mediale Bundeskanzler Gerhard Schröder nur auf Platz 112. Die Befragten kritisierten mangelnde Interaktionsmöglichkeiten sowie einen vergleichsweise dünnen Inhalt, so die Studie.

Schröders Kontrahenten Edmund Stoiber, dem Kanzlerkandidaten der Unions, erging es noch schlechter. Seine Website wurde gar nicht erst in die engere Bewertung aufgenommen. Das ist unter Umständen ein entscheidender Mangel. Denn die Hälfte aller Befragten hält den Web-Auftritt eines zur Wahl stehenden Politikers für wichtig bis sehr wichtig.

Nach Parteien geordnet fanden die Grünen den meisten Anklang. Ihnen bescheinigten die Internet-Nutzer die höchste Medienkompetenz. So schnitten ihre Bundestagsabgeordneten am besten ab. Erst danach folgten die Websites von SPD und CDU/CSU. Am schlechtesten schnitten die Web-Auftritte der PDS-Kandidaten ab.

Der Studie zufolge erwarten Internet-Nutzer auf den Sites das politische Programm der Parteien und wollen Links zu aktuellen Positionen finden. In Sachen Interaktivität wünschen sich die Nutzer Kontaktdaten von Ansprechpersonen und die Möglichkeit, mit dem Kandidaten zu chatten. All dies sollte in eine klare Navigationsstruktur verpackt sein, so der Ratschlag.