B2B online: Bald ein Viertel der Umsätze in Europa

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Schlusslichter Portugal und Griechenland

In vier Jahren verdient der Handel mehr als ein Fünftel seiner Umsätze mit Online-Geschäften. Heute allerdings ist der Anteil noch verschwindend gering.

Im vergangenen Jahr setzte der Handel in Europa rund 77 Milliarden Euro um. Damit betrug der Anteil an dem gesamten Geschäftsaufkommen gerade einmal 1 Prozent. In vier Jahren aber soll das B2B-Geschäft schon 22 Prozent ausmachen, meinen die Marktforscher von Forrester Research. Trotz des minimalen Anteils heute rechnen sie damit, dass im Internet in den kommenden Jahren regelrecht die Post abgeht.

Schon im kommenden Jahr soll es aufwärts gehen, zum Beispiel im Handel mit Elektronik-Ausrüstung. Liege der Anteil des Web-Geschäfts derzeit auch noch bei 4,3 Prozent, steige der Prozentsatz im kommenden Jahr auf 11,3 Prozent. In den Industriezweigen Maschinen- und Fahrzeugbau, Metall sowie in der Energie- und Versorgungswirtschaft wird der Anteil dagegen 9,9 Prozent betragen.

Doch auch die europäischen Länder zeigen Unterschiede. Skandinavien liegt in Zukunft weit vorne. Auch die Bundesrepublik, Frankreich und Großbritannien ziehen mit. In diesen Staaten sollen sich 2006 mindestens 23 Prozent des Handels im Internet abspielen. Damit generieren sie 64 Prozent des gesamten westeuropäischen Online-Umsatzes.

Spanien und Italien allerdings bleiben hinter der Entwicklung zurück. Das liegt vor allem an den derzeit niedrigen IT-Ausgaben in diesen Ländern. Die Italiener beispielsweise geben 57 Prozent weniger als der europäische Durchschnitt für IT as, die Spanier liegen um 46 Prozent darunter.

Für den Online-Handel in Portugal und Griechenland sehen die Marktbeobachter noch schwärzer. Hier werde der B2B-Handel auch 2006 noch unter 10 Prozent liegen.