Mobilfunk-Standards: Telstra steckt asiatisch-pazifischen Markt neu ab

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Europa murrt laut, Amerika knurrt leise

Der australische Mobilfunk- und Telefoniekonzern Telstra liebäugelt mit der Einführung des Standards CDMA-2000 (Code Division Multiple Access) für den Wirtschaftsraum Asien-Pazifik. Die Konkurrenztechnik des UMTS-Standards Wideband-CDMA für Mobilfunknetze der dritten Generation (3G) könnte damit die hochinteressanten asiatischen Wachstumsmärkte dem Zugriff europäischer und US-amerikanischer Unternehmen vorläufig entziehen.

Vor allem Nokia und andere europäische Unternehmen, die den W-CDMA-Standard bereits in verschiedenen Märkten aufbauen, wären von einer solchen Entscheidung durch Telstra betroffen, da ihre UMTS-Technik nahezu ausschließlich auf W-CDMA beruht. Der größte australische Mobilfunk-Provider will aber weniger einen Standard gegen den anderen setzen, sondern vor allem Kosten sparen.

Telstra verfügt schließlich bereits über ein CDMA-Netz. Auch wenn es nur von einem Zehntel der 5,9 Millionen Mobilfunkkunden im australisch-pazifischen Raum genutzt wird, bietet es doch eine solide Grundlage für 3G. So kann Telstra die Highspeed-Übertragung von Daten, Bildern und Videos deutlich günstiger mit CDMA-2000 auf dem vorhandenen Standard aufbauen.