DSL-Service: Yahoo und SBC ernten wenig Applaus

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Konkurrenz ist auch anderweitig beschäftigt

Der Internet-Anbieter Yahoo und der US-Ferngesprächsanbeiter SBC bieten ab heute ihren gemeinsam entwickelten Hochgeschwindigkeits-DSL-Zugang an. Beide Unternehmen erhoffen sich mit dem investitionsträchtigen Service eine größere Unabhängigkeit der Umatzzahlen von Online-Werbeeinnahmen und Spezialangeboten. Bis zu 30 Millionen Dollar Umsatz soll das Produkt im Jahr bringen.

Doch genau hier ist nach Meinung von Analysten bei dem neuen Service der Hund begraben. So sei die Internet-Radio-Funktion beispielsweise nichts Neues. Selbst mit der Funktion “Never play that song again” (Spiel das Lied nie wieder) werde aus dem Mainstream-Dienst noch nichts Besonderes und es sei auf alle Fälle nicht, wie von den Anbietern behauptet, ein Alleinstellungsmerkmal.

So bezeichnet Safa Rashtchy, Analyst bei der Investmentfirma Bancorp Piper Jaffray seine Erwartungen an das Produkt als “wenig enthusiastisch”. Sein Kollege Derek Brown, ebenfalls Analyst bei dem Unternehmen aus San Francisco, geht noch weiter: “Ich halte die selbst gesteckten Ziele der beiden für äußerst aggressiv.” Er zweifelte gegenüber Reuters ein faires Teilen der Umsätze zwischen den Unternehmen an und sprach davon, dass er momentan keinerlei Bedarf für den High-Speed-Internetzugang in den USA sehe.