Rad Data umwirbt Stromversorger

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… denn die bauen eine neue Netzinfrastruktur auf

Mit Spezialangeboten für Energieversorger will der israelische Netzwerkausrüster Rad Data künftig einen Großteil seiner Umsätze generieren. Nach Aussagen des Deutschland-Geschäftsführers Volker Bendzuweit soll sich allein hierzulande der Kundenanteil binnen drei Jahren verdreifachen. So liege der Anteil des Umsatzes mit Versorgungsunternehmen am Gesamtumsatz von Rad Data in Deutschland in diesem Jahr bei 10 Prozent, sagte er im Gespräch mit silicon.de. Dieser Anteil soll sich bis zum Jahr 2004 auf 30 Prozent erhöhen, da von den TK-Unternehmen in den nächsten Monaten keine großen Investitionen zu erwarten seien.

Als Treiber für die Neuausrichtung sieht er die “explodierenden Bandbreitenbedürfnisse der Energieversorger”, verbunden mit deren wachsendem Sparzwang. Für den deutschen Markt habe der Fall des Monopols in diesem Markt ganz wesentlich zur neuen Geschäftsausrichtung von Rad Data beigetragen. Er erklärt, warum: “Bislang sind nahezu alle Versorger noch mit analogen Sprach- und Datennetzwerken ausgestattet – diese zum Teil 20 Jahre alten und älteren Systeme sind längst abgeschrieben und sie sind oft das erste, was die neuen Gesellschafter modernisieren wollen.”

Als zweite Triebfeder bezeichnete er den Ethernet-Trend im WAN-Sektor: “Gerade die Verkaufszahlen für unsere digitalen Modems mit neuen Techniken auf IP-Basis profitieren davon, dass die alten Wechselstrom-Telegrafie-Systeme in den verdienten Ruhestand gehen.” Aber auch die Art des Produktes sei wohlüberlegt, vergaß er nicht zu betonen: “Da gerade die Entscheider bei den Versorgern in Deutschland aus den alten Strukturen kommen und gerade in diesem Wirtschaftsklima vorsichtig sind, verkaufen wir kein Produkt, sondern ein Migrationskonzept.” Diese fünf bis zehn Jahre währende Übergangshilfe erlaube nach Wunsch auch einen parallelen Einsatz der alten und neuen Technik.