Gesellschaft für Informatik dekoriert Leistungsträger

E-GovernmentManagementRegulierung

Außerdem rückt E-Government ins Blickfeld der ITler

Auf der diesjährigen Jahrestagung der Gesellschaft für Informatik (GI) will die Gesellschaft ihre ersten Fellows auszeichnen. Diesen Titel sollen Personen aus der Informatik-Szene tragen, die herausragende Beiträge und Dienste erbracht haben. Der thematische Schwerpunkt liegt heuer im E-Government.

Die Bezeichnung Fellow stammt von der IBM. Sie ist die höchste Auszeichnung, die Big Blue an seine Vordenker vergibt. Der IT-Gigant rief das Fellows-Program bereits 1962 ins Leben. Gründer war der damalige IBM-Chef Thomas J. Watson jr. Er sah darin einen Weg, die Kreativität der außergewöhnlichsten technischen IBM-Mitarbeiter zu fördern. Seit 1963, als die erste Auszeichnung vergeben wurde, haben insgesamt 170 IBM-Mitarbeiter diesen Titel tragen dürfen, darunter zahlreiche Gewinner des Nobel-Preises. Heute dürfen sich rund 50 von rund 160 000 IBM-Beschäftigten als Fellow bezeichnen. In diesem Jahr wurde fünf neue Personen nominiert.

Das hohe Prestige, das an die Bezeichnung geknüpft ist, will sich die GI nun offenbar zu eigen machen. Neben der Ehrenmitgliedschaft und der Konrad-Zuse-Medaille für besondere Verdienste um die Informatik ist das Fellowship die dritte Auszeichnung, die die Gesellschaft vergibt.

Die GI, die 1969 in Bonn gegründet wurde, zählt derzeit rund 241 000 Mitglieder. Die diesjährige Jahrestagung findet in der Dortmunder Westfalenhalle statt – vom 30. September bis zum 3. Oktober. Schwerpunktthema ist das E-Government.

Die Staatssekretärin im Bundesinnenministerium Brigitte Zypries wird erläutern, welche Initiativen die Regierung unter dem Stichwort “Bund-Online 2005” ergriffen hat. Die Konferenzteilnehmer dürfen Aufklärung über den Stand der Dinge erwarten, aber auch eine Gegenüberstellung der Kosten und möglicher Einsparungen. Prognosen, die etwa bei der Einführung von E-Procurement von Kostensenkungen in Höhe von 20 Milliarden Euro ausgehen, hält sie für übertrieben.