Serbien will Mobtel privatisieren

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Interessenten gibt es schon

Die serbische Regierung will österreichischen Medienberichten zufolge bis Jahresende den größten nationalen Mobilfunkbetreiber Mobtel zur Privatisierung ausschreiben. Angeblich hätten bereits der norwegische Mobilfunkriese Telenor und die griechische Vodafone-Tochter Panafon Interesse angemeldet. Auch bei der Mobilkom Austria fand diese Nachricht Beachtung, erklärte deren Sprecherin Elisabeth Mattes.

Das Unternehmen soll eine Milliarde Euro Wert sein und etwa 1,1 Mobilfunkkunden besitzen. 30 Prozent der Mobtel-Aktien gehören der serbischen Telekom. Das Unternehmen war Mitte der Neunziger von der Familie Karic gegründet worden. Die serbische Telekom verklagte die Mehrheitsaktionäre, weil sie die notwendigen Investitionen nicht vorgenommen hatte. Informationen über den weiteren Verlauf des Rechtsstreits sind nicht bekannt.

Im Juni gab der schwedische Telekommunikationsausrüster Ericsson bekannt, mit Mobtel einen Vertrag über 105 Millionen Dollar unterzeichnet zu haben, der den Ausbau und die Verbesserung des GSM-Netzwerks von Mobtel vorsieht. In zwölf Monaten werden die Kunden in der Lage sein, die neuesten Dienste einschließlich MMS (Multimedia Messaging Service) zu nutzen.