Glasfaserspezialist verspricht Datenautobahn neue Auffahrt

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Schnell und billig flitzen Daten durch die Abwasserrohre

Der amerikanisch-japanische Glasfasergerätehersteller OFS will mit neuen Diensten die Letzte Meile erobern. Das Produktpaket “Fiber to the Home” (FTTH) besteht aus einem eigens angefertigten Mikrokabel und der bei vollen Kabelschächten, wenig Zeit und schmalem Geldbeutel der Anbieter besonders geeigneten Einblastechnik in Abwasserrohre und weitgehend ungenutzte Schachtanlagen. FTTH richtet sich vor allem an Energieversorger und Wohnungsbauunternehmen, die sich so neue Geldtöpfe auftun beziehungsweise den Wert ihrer Anlagen verbessern sollen.

Im Gespräch mit silicon.de betont OFS-Manager Willie O’Connell: “In Japan, wo die FTTH-Technik am weitesten verbreitet ist, sind Wohnungen mit eingeblasenen Glasfaseranschlüssen zum Teil dreimal so wertvoll wie die mit herkömmlicher Kupfertechnik.” Dort sei auch der für die relativ neue Anschlussmethode größte Markt zu finden. Letztes Jahr seien 12 000, dieses Jahr schon 17 000 Wohnungen auf diese Weise angeschlossen worden. Auch in Europa werde der FTTH-Markt “nicht dieses, auch nicht nächstes Jahr, aber bald danach” abheben und das von Gartner versprochene Marktvolumen von 80 Milliarden Dollar erreichen.

Nur die Kundenstruktur sei auf dem westlichen Kontinent anders als in Japan. “Derzeit gibt es hier nur Experimente zu beobachten, und die werden vornehmlich von City-Carriern betrieben”, so O’Connell.