Irischer Start-up will Netzwerkkosten drastisch senken helfen

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Die DNS-Forschung stand Pate für das Flaggschiffprodukt

Peribit Networks, ein irischer Anbieter von Lösungen zur Freisetzung von WAN-Bandbreite, verspricht seinen Kunden nun auch in Zentraleuropa schnellere und somit billigere Weitverkehrsnetze. Dafür komme das bislang einzige Produkt des wagniskapitalfinanzierten Unternehmens zum Einsatz. Shane Buckley, President der Region EMEA, erläutert gegenüber silicon.de Näheres.

So nutze der so genannte “Sequence Reducer” mit der Bezeichnung SR 50 Erkenntnisse aus der Desoxyribonukleinsäure-Forschung (DNS). “Über 90 Prozent aller versendeten Daten sind redundant, kommen also in derselben Form mehrmals während einer Übertragung vor – SR 50 ersetzt diese Daten durch eine kurze, wieder erkennbare Information”, erklärt Buckley, was auf der Senderseite passiert. Vor dem Empfänger werde die Kurzinformation dann automatisiert “und mit einer Fehlerquote von praktisch Null” wieder durch die ursprüngliche Dateninformation ersetzt.

Diese Erfindung sei auf den DNS-Forschungshintergrund des Firmengründers Amit Singh zurückzuführen, so Buckley. Auch hier gebe es sich wiederholende Muster, führt der President aus. In Zusammenarbeit mit einem Intel-Forscher sei dann die heutige SR-50-Box entstanden.

Dabei sei nicht die Technik so brandneu, gab er zu – die sei auch bei Datenkompressionsprogrammen wie dem populären WinZip zu finden. Der Einsatz im WAN aber mache die SR 50 für international operierende Unternehmen interessant. Aus diesem Grund sei die Box auch beispielsweise im unternehmensinternen WAN von US-Netzwerkausrüster Nortel zu finden. In Deutschland will Thomas Weiß, Geschäftsführer der Region DACH, vor allem jene Unternehmen ansprechen, die eine Standleitung ins Ausland haben.