Zuversicht: Digitalfotografie-Markt macht mobil

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Liebe zu Spiegelreflexkameras bleibt aber ungebrochen

Die digitale Fotografie steht nach Einschätzung führender Branchenvertreter erst am Anfang ihrer Möglichkeiten und wird für den Verbraucher künftig bedienungsfreundlicher werden. Ludo Verhoeven, Chef von Agfa-Gevaert, sagte zum Auftakt der Branchenmesse Photokina in Köln, dass vor allem die Bedienfreundlichkeit bei digitalen Ausdrucken verbessert werden müsse, um die Verbraucher zu überzeugen. Der wachsende Anteil digitaler Kameras werde den Verkauf klassischen Filmmaterials zwar zurückgehen lassen, allerdings werde sich dieses auch weiterhin neben der digitalen Technik behaupten.

“Die Digitalfotografie steht noch ganz am Anfang ihrer Entwicklung”, betonte Norio Niwa, CEO des Computerkonzerns Seiko Epson. Vor allem die Verbindung der Bild- und Informationstechnologie schaffe neue Märkte bei der Nachbearbeitung und Versendung von Bilddaten.

Der Fotomarkt wird von Experten weltweit auf 80 Milliarden Dollar Umsatz geschätzt, mit einer Wachstumsrate von 3 Prozent jährlich. Durch die Verbindung mit Informationstechnologien entstehe ein viel größerer Markt, mit einem Umsatz von 385 Milliarden Dollar und jährlichen Wachstumsraten von 9 bis 10 Prozent, schätzte der Vorsitzende von Eastman Kodak, Daniel Carp.

Einen zusätzlichen Schub werde die Branche durch Digitalkameras erfahren, die in Mobiltelefone integriert sind, erwartet Agfa-Vorstand Jesper Möller. Doch konventionelle Fotoapparate werden nach Überzeugung der Branchenvertreter auch weiterhin eine wichtige Rolle spielen.