Erster Worldcom-Manager gesteht Betrug

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Anderen wird’s langsam mulmig

In amerikanischen Wirtschaftszeitungen gibt es derzeit ein Spitzenthema: Das Schuldgeständnis von David Myers, dem ehemaligen Finanzvorstand der insolventen Worldcom. Der für die Kostenplanung verantwortliche David Myers gab gegenüber dem Bezirksgericht in New York zu, er habe gemeinsam mit anderen Bilanzdaten gefälscht und bei der Börsenaufsicht falsche Angaben gemacht. Durch das Geständnis geraten nun auch andere Spitzenmanager des TK-Unternehmens unter Druck.

Die Staatsanwaltschaft wirft Myers und dem ehemaligen Finanzvorstand Scott Sullivan vor, Angestellte in der Buchhaltung angewiesen zu haben, Ausgaben im Umfang von 3,8 Milliarden Dollar zu vertuschen. Die Unternehmensleitung habe ihn angewiesen, Berichte zu fälschen, erklärte Myers. Im drohen nun mehrere Jahre Haft.

Worldcom hatte Ende Juli Insolvenz angemeldet, nachdem es die Falschbuchung eingestanden hatte. Im August kamen dann nochmals 3 Milliarden Dollar hinzu. Jüngsten Berichten zufolge liegt die Summe der Falschbuchungen sogar bei insgesamt knapp 10 Milliarden Dollar. Durch das Geständnis von Myers geraten jetzt auch andere ehemalige Spitzenmanager von Worldcom unter Druck. Der ehemalige Boss Bernie Ebbers dagegen wäscht seine Hände in Unschuld. Er ließ seinen Anwalt ausrichten, er habe nichts von den Bilanzfälschungen gewusst.