D21 forciert Ausbau der Informationsgesellschaft

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Staudt will Internet-Kompetenz für alle

Der Ausbau der Informationsgesellschaft muss nach Ansicht der Initiative D21 Chefsache sein. “Dieses Ziel muss im Regierungsprogramm festgeschrieben werden”, forderte der Vorsitzende der Initiative, Erwin Staudt. Die Initiative D21, ein Zusammenschluss von etwa 300 Firmen und Institutionen, legte am Montag in Berlin einen Katalog von Forderungen an die künftige Bundesregierung vor. Sie plädiert unter anderem für Personalausweise mit digitaler Signatur, Online-Wahlen und Versicherungskarten mit freiwillig gespeicherten Gesundheitsdaten.

Staudt warnte vor einer “digitalen Spaltung” des Landes. Etwa 50 Prozent der Deutschen hätten noch keinen Zugang zum Internet. “Die Wachstumsgrenze scheint erreicht”, meinte Staudt. Die Zahl derjenigen, die einen Online-Anschluss plane, nehme schon wieder ab. “Wir brauchen mehr zielgruppenspezifische Angebote, zum Beispiel Gesundheitsinformationen und Online-Beratung für Arbeitslose”, sagte er. Zusätzliche Abgaben für die Nutzung von Informationstechnologie (IT) lehnte er ab.

Die Fortschritte im IT-Bereich – beispielsweise die Zahl der Internet-Nutzer und der Studenten in IT-Fächern – sollen künftig in den Jahreswirtschaftsbericht aufgenommen und international verglichen werden. D21 sieht ein großes Einsparpotenzial durch den Ausbau des so genannten “E-Learnings”, also Lehrveranstaltungen im Internet. Außerdem solle Medienkompetenz künftig auch von allen Referendaren verlangt und von Schülern im nächsten Pisa-Test abgefragt werden.

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