Ericsson dampft Forschung und Entwicklung ein

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Personal-Kahlschlag in Nürnberg

Der Telekommunikationsausrüster Ericsson schließt zum Ende des kommenden Jahres den Standort Nürnberg. Fast alle der 350 Mitarbeiter werden ihre Jobs verlieren. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sollen an anderen Standorten des Konzerns weiterbetrieben werden, teilte Ericsson in Düsseldorf mit.

“Die Mitarbeiter werden zum ganz überwiegenden Teil entlassen werden”, sagte Unternehmenssprecherin Ursula Kamper. Nur für wenige gebe es eine Möglichkeit, an anderen Standorten beschäftigt zu werden. Am Ericsson Eurolab Nürnberg sind überwiegend hoch qualifizierte Beschäftigte wie Nachrichtentechniker oder Elektroingenieure tätig. Sie arbeiten vor allem an der Entwicklung des künftigen Mobilfunkstandards UMTS.

Die Schließung sei Teil der Strategie Ericssons, seine Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung zu fokussieren, teilte das Unternehmen weiter mit. Hintergrund sei die Krise auf dem Telekommunikationsmarkt, sagte Kamper. Bereits Ende September schließt der schwedische Konzern den Entwicklungsstandort Hildesheim. Der dritte Entwicklungsstandort in Deutschland, Herzogenrath bei Aachen, bleibe hingegen erhalten.

Neben UMTS beschäftigt sich das Ericsson Eurolab Nürnberg nach Firmenangaben mit der Entwicklung von Transcodern und Media-Gateways zur Umsetzung von Sprache und Bild sowie mit der Forschung auf den Gebieten Funkzugangstechniken, Sprachcodierung und Spracherkennung.

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