Digital-Rundfunk: USA holen auf

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Medienhäuser klopfen Standard fest

Die amerikanische Regulierungsbehörde FCC hat mit einer Entscheidung für eine technische Grundlage das Digitalradio in den USA einen großen Schritt vorangebracht. Sender und Empfänger sollen in Zukunft die Spezifikationen des Konsortiums I-Biquity-Digital verwenden. An dem Unternehmen sind die 15 größten Radio-Senderketten der Vereinigten Staaten beteiligt.

Ausschlaggebend sei gewesen, dass der Vorschlag es erlaube, analogen Rundfunk im UKW- und Kurzwellenbereich parallel zum Digitalrundfunk kostengünstig weiterzubetreiben, hieß es bei der FCC. Die Preise der Endgeräte sollen nur um rund 100 Dollar über denen für herkömmliche Auto und Haushalts-Radios liegen.

Hersteller und Medienunternehmen setzen große Erwartungen in die Technik, weil sich damit auch leicht Textinformationen übertragen lassen, die beispielsweise Autofahrer mit ortsbezogenen Verkehrsinformationen versorgen oder aber Werbe- und Vertriebskanäle parallel zum laufenden Programm eröffnen. In der Bundesrepublik bleibt die Skepsis gegenüber den technischen und regulatorischen Anstrengungen groß, weil sich abzeichnet, dass die Verbraucher nicht wie erwartet, schon heute in neue Digitalgeräte investieren.