Worldcom-Schmierenstück: Anweisungen kamen von oben

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Ausgaben verschleiert, Gewinne zu hoch ausgewiesen

Im Skandal um gefälschte Bilanzen beim bankrotten TK-Konzern Worldcom haben sich zwei weitere Angestellte aus der Finanzabteilung des Unternehmens für schuldig im Sinne der staatsanwaltlichen Ermittlungen erklärt. Sie erklärten, sie hätten Anweisungen ihrer Vorgesetzten befolgt und Ausgaben verschleiert, um im Ergebnis höhere Gewinne ausweisen zu können.

Die Staatsanwälte ermitteln wegen gemeinschaftlichen Betrugs, der zur größten Firmenpleite in der Geschichte der USA geführt hat. Vor wenigen Tagen hatte sich bereits ein Finanzverantwortlicher aus der Management-Etage zu den Unregelmäßigkeiten bekannt.

Die Aufforderungen dazu seien allerdings von CFO Scott Sullivan gekommen. Jetzt überlegt die Staatsanwaltschaft auch, die Ermittlungen auf den früheren CEO Bernie Ebbers auszudehnen, der bisher – für viele der geprellten Anleger und Angestellten unverständlich – nicht im Fadenkreuz der Ermittler stand.