Telekom schreibt Dividende auf die Streichliste

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Fusionspläne in den USA abgehakt

Die hoch verschuldete Deutsche Telekom will in drei Wochen erste Ergebnisse ihrer Sparüberlegungen bekannt geben. Telekom-Chef Helmut Sihler werde am 14. November zusammen mit den Eckdaten des Geschäftsverlaufes im dritten Quartal die strategischen Überprüfungen vorlegen, sagte ein Telekom-Sprecher in Bonn.

Berichte, wonach die Deutsche Telekom AG im Rahmen dessen auch ein Streichen der Dividende erwäge, bezeichnete er als Spekulation. Investor-Relations-Chef Thilo Kusch hatte aber gerade solche Überlegungen eingeräumt, die Dividende weiter zu kürzen oder ganz zu streichen.

Sihler hatte nach seinem Amtsantritt Mitte Juli angekündigt, zum Abbau des hohen Schuldenberges von über 60 Milliarden Euro alles auf den Prüfstand zu stellen. Bei der Suche nach Sparmöglichkeiten werde es “keine heiligen Kühe” geben. Zu den strategischen Überlegungen des Unternehmens lägen bislang weder Zwischenstände noch Beschlüsse vor. Die Telekom kündigte in den vergangenen Wochen einen beschleunigten Arbeitsplatzabbau an. Bis 2005 sollen rund 50 000 Stellen wegfallen.

Allerdings ist inzwischen wohl auch eine Fusion der amerikanischen Tochter T-Mobile USA vom Tisch. Unter Berufung auf Branchenkreise meldet die Nachrichtenagentur Reuters, eine Zusammenlegung des Geschäfts mit einem der beiden GSM-Anbieter in den Staaten, Cingular oder AT&T Wireless, werde als zu langwierig erachtet. Außerdem wäre dann eine Wertberichtigung in Milliardenhöhe fällig, was die Bilanz deutlich verschlechtern würde.

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