Siemens verschiebt Handyentwicklung nach China

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Billigere Arbeitskräfte locken

Der Traditionskonzern Siemens will seine Handys künftig in der chinesischen Hauptstadt Peking entwickeln und vermarkten. Die Zentrale für die Konzeptionierung von Endgeräten ohne aufwändige Multimediafunktionen wird derzeit mit 50 Mitarbeitern aufgebaut. Später sollen sich 100 Angestellte mit Siemens-Handys beschäftigen, heißt es in einer Unternehmensmitteilung.

Dagegen soll die Produktverantwortung aber in Deutschland verbleiben, betonte Lothar Pauly, Vorstand von Siemens ICM. Den Ausschlag für den neuen Hauptsitz eines entscheidenden Bereiches habe neben der starken asiatischen Nachfrage nach Sprach-Handys vor allem der erhoffte Mobilfunkboom gegeben. Auch die wesentlich günstigeren Lohnkosten dürfen bei dem Münchner Drang nach Osten ins Gewicht gefallen sein. China gilt seit der wirtschaftlichen Öffnung und seitdem mehr und mehr ausländische Investoren aus dem High-Tech-Sektor sich dort ansiedeln dürfen, als Wachstumsmarkt mit schwindelnden Zuwachsraten – falls die Prognosen der Analysten zutreffen.