MSN greift zu neuen Werbe-Waffen

E-GovernmentManagementRegulierung

… und macht sich kalkuliert unbeliebt

Microsoft hat sich in New York den Zorn der Stadtverwaltung zugezogen – und trotzdem eine äußerst erfolgreiche Marketingkampagne hingelegt. Zum Start des Onlinedienstes MSN in der Softwareversion 8 ließ der Konzern Hunderte von bunten Schmetterlingen auf Gehwege und Hauswände kleben – sehr zum Missfallen der Behörden.

Die Kampagne sei unverantwortlich, illegal und verunstalte öffentliches Eigentum, hieß es aus dem Rathaus. Die Produktlogos mit dem Schmetterling wurden auf Anweisung entfernt, Microsoft musste eine Strafe von 50 Dollar zahlen.

Das Interesse der Medien an der Aktion dürfte aber schon den Zweck der bunten Aufkleber erfüllt haben. MSN liefert sich derzeit eine Marketingschlacht mit dem Konkurrenten AOL, der ebenfalls eine neue Version seiner Client-Software für Endkunden auf den Markt gebracht hat.