Talkline kapert dritte UMTS-Galeere

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Second Mover Advantage …

Politik und Regulierer laufen der UMTS-Wirklichkeit hinterher: Der Elmshorner TK-Dienstleister Talkline hat zwar keine Lizenz für die dritte Mobilfunkgeneration, aber offenbar schon die dritte Kooperation in der Tasche, um entsprechende Dienste anzubieten.

Damit wird klar, dass die Lizenzinhaber zwar die strengen Auflagen zum Aufbau der Netze und deren Versorgungsgrad werden einhalten müssen. Allerdings suchen sie in ihrer wirtschaftlich prekären Lage immer stärker nach Partnern, die kein eigenes Netz betreiben, aber neue Kundenkreise erschließen können.

Talkline arbeitet bei UMTS bereits mit den beiden Dickschiffen T-Mobile und Vodafone zusammen. Mit E-Plus werden GSM- und I-Mode-Dienste vertrieben. Talkline hat nach eigenen Angaben 1,6 Millionen Kunden in seiner Kartei.

Im E-Plus-Netz will Talkline zunächst vor allem ortsabhängige Dienste (Location Based Services) anbieten. I-Mode- und UMTS-Angebot sollen den durchschnittlichen Umsatz pro Kunde (Average Revenue per User, Arpu) mittelfristig um 10 bis 15 Prozent steigern. In der Branche gilt das als wichtigstes Wachstums- und Überlebenskriterium, weil die Zahl der Kunden selbst kaum noch zu steigern ist.