McNealy ist zufrieden – sagt aber nicht, warum

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Somit bleibt die Skepsis

Der CEO des Computer- und Softwarekonzerns Sun hat auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos einen Kunstgriff geschafft, den sonst nur Politiker berufsmäßig beherrschen: Er sagte etwas, ohne etwas zu sagen. Optimismus wollte Scott McNealy verbreiten, da er aber keine Fakten oder Begründungen für diese positiven Gedanken nannte, blieb im Zuhörerraum ein Rest von Skepsis, ob sich die Zukunft für Sun wirklich so strahlend gestalten werde, meldet die Nachrichtenagentur Reuters.

Das Unternehmen sei für das laufende Jahr “gut positioniert, um alle Herausforderungen zu bewältigen” sagte er, ohne konkreter zu werden. Die Börsennotierung des Unternehmens hindere ihn daran. “Jeder, der Vorhersagen gewagt hat, ist damit gründlich auf die Nase gefallen.”

Allerdings sei das hauchdünne positive Ergebnis des vergangenen vierten Quartals nicht nur unter dem Licht zu sehen, dass IT-Leiter vor dem rabattträchtigen Jahresende noch ihr Geldsäckel leeren wollen.

Zu Buche schlage aber die Tatsache, dass sich sowohl das Highend- wie auch das Lowend-Geschäft positiv entwickeln werde. Ein Indiz für gute Zeiten nannte er auch, dass Sun beispielsweise mit der Bekleidungskette “Gap” einen Kunden aus einem neuen Sektor gewonnen habe.