IBM entlässt 15 600 Beschäftigte

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Am härtesten trifft es die Dienstleistungssparte

IBM hat seine bisherigen und noch geplanten Entlassungen nachgerechnet. Demnach beläuft sich die Zahl auf rund 15 600 – das sind etwa 5000 wegfallende Stellen mehr, als Analysten bisher angenommen hatten.

Ende des vergangenen Jahres beschäftigte IBM noch fast 320 000 Mitarbeiter. Bis zum 30. September soll die Zahl der Arbeitskräfte auf 305 000 geschrumpft sein.

IBM-Chef Sam Palmisano feuert Mitarbeiter, um mit dem nach seinen Angaben schwierigsten Umfeld eines ganzen Jahrzehnts fertig zu werden. IBM hatte im Vormonat niedrigere Gewinne und Umsätze ausgewiesen, da die Nachfrage nach Computern, Halbleitern und Rechnerdienstleistungen gefallen war.

Die Angaben sind dem Quartalsbericht entnommen, den der Armonker Software- und Hardwarehersteller der US-Börsenaufsicht Security Exchange Commission (SEC) gestern vorgelegt hat.

Etwa die Hälfte der IBM-Mitarbeiter arbeitet in der IT-Beratung bei IBM Global Services. Hier hat Big Blue 14 213 Stellen gestrichen. Wie laut dem Nachrichtendienst Reuters die Unternehmenssprecherin Carol Makovich ausführt, ist die Maßnahme eine Folge der zurückgegangenen Nachfrage nach technischen Dienstleistungen.

Allerdings wird IBM seiner Dienstleistungssparte erst einmal 30 000 neue Mitarbeiter hinzufügen. Denn der Konzern will das Beratungshaus Pricewaterhouse Coopers für rund 3,5 Milliarden Dollar übernehmen.