Sun hofft auf verprellte Alpha-Risc-Kunden von HP

EnterpriseSoftware

So gerne wäre Scott McNealy der weiße Ritter …

Mit einem ganzen Paket von Lockangeboten versucht Sun Microsystems seinem Konkurrenten Hewlett-Packard (HP) unter dem Namen “HP Away” Kunden abspenstig zu machen. HP lässt den Anwendern von Alpha/True64-Plattformen jetzt nämlich keine Wahl mehr, als demnächst auf 64-Bit Itanium-Server umzusteigen. Mehr als 400.000 Anwender seien das weltweit, rechnet Sun vor, die alles andere als begeistert von der Zwangsmigration seien.
Wenn schon, dann sollten die Kunden doch lieber von Alpha-Risc auf Solaris-Risc umsteigen, meint Suns Marketing-Chef Larry Singer. Zu Itanium sei es nämlich ein viel weiterer Schritt, die Anpassungsarbeiten würden umfangreicher ausfallen als bei einem Wechsel zu Solaris.

Angeboten wird eine rund zweiwöchige Analyse für eine Migration. Selbst wenn sich der Kunde am Ende doch gegen Sun entscheiden sollte, werde diese Beratungsleistung nichts kosten, verspricht Singer. Außerdem sollen erste Zahlungen erst nach Abschluss des Projekts fällig werden. Maximal gewährt Sun einen Aufschub von drei Monaten.

Damit müssten Budgets nicht geändert werden. Ohne große Investitionen sei ein Wechsel zu Sun möglich, heißt es. Mit “HP Away” macht sich Sun überdies auch noch lustig über den alten Werbeslogan des Konkurrenten. Der versprach nämlich, alles etwas anders und besser zu machen, dem “HP Way” folgend.