Telekom muss Resale-Paket-Angebot entkoppeln

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Im Streit um ihr Wiederverkaufs-Angebot hat die Deutsche Telekom eine Niederlage erlitten.

Im Streit um ihr Wiederverkaufs-Angebot hat die Deutsche Telekom eine Niederlage erlitten. Wie die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) jetzt entschied, sei das Resale-Paket-Angebot von Endkundenanschlüssen und Verbindungsminuten der Deutschen Telekom “missbräuchlich”, weil Firmen durch diese Bündelung gezwungen würden, Leistungen zu kaufen, die sie nicht benötigten.
Die Telekom hat nun zwei Monate Zeit, ein neues Resale-Geschäftsmodell auszuarbeiten und die Produkt-Koppelung aufzulösen. Die Wettbewerber müssten die Möglichkeit haben, Anschlüsse auch getrennt von der Verbindungsleistungen der Deutschen Telekom zu erwerben, hieß es. Ferner soll die Bearbeitung von Bestellungen der Reseller nicht von den Voranmeldungs- und Zuteilungsverfahren der Deutschen Telekom abhängig gemacht werden.

Die Deutsche Telekom kritisierte diese Entscheidung der RegTP scharf und sieht darin eine Gefahr für den Infrastrukturwettbewerb. Auch der Bundesverband der regionalen und lokalen Telekommunikationsgesellschaften (Breko) hält eine solche Regelung für grundsätzlich falsch.

Obwohl die Möglichkeit eines Wiederverkaufs von TK-Leistungen Firmen mit eigenen Netzen beim Wiederverkauf Vorteile bringe, berge sie das Risiko, dass dadurch der Wettbewerbsdruck in der Branche weiter erhöht werde, was wiederum zur Aufgabe von Anbietern führen könnte, warnte BREKO-Geschäftsführer Rainer Lüddemann.