PTC-Übernahme durch Telekom droht zu scheitern

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Ungeahnte Hürden behindern die Deutsche Telekom bei der geplanten Übernahme des Restteils vom polnischen TK-Anbieter PTC.

Ungeahnte Hürden behindern die Deutsche Telekom bei der geplanten Übernahme des Restteils vom polnischen TK-Anbieter PTC. Der lokale Miteigentümer, der polnische Versorger Elektrim, will das Übernahmeangebot der Deutschen Telekom AG für die Beteiligung am Mobilfunkunternehmen ablehnen, falls der französische PTC-Partner Vivendi Universal nicht zu Gesprächen bereit sein sollte.
Elektrims Aufsichtsratschef Zygmunt Solorz sagte: “Die Annahme der Offerte der Deutschen Telekom ist für uns in keiner Weise ein Muss.” Falls Vivendi keinen Gesprächen zustimme, dann werde das Angebot nicht bis zum 5. September angenommen. Solorz sagte weiter, er hoffe aber, dass Vivendi zu Gesprächen bereit sein werde. “Ohne Vivendi können wir nichts machen, wie auch Vivendi ohne uns nichts machen kann.”

Elektrim und der französische Konzern Vivendi halten jetzt über eine gemeinsame Holding 51 Prozent an den größten osteuropäischen Mobilfunkanbieter. Die Telekom besitzt bereits 49 Prozent der PTC-Anteile. Die Telekom hat für die vollständige Übernahme eine Milliarde Euro geboten.

Seit Montag vergangener Woche bietet die Telekom eine Milliarde Euro in bar für einen Mehrheitsanteil von 51 Prozent an PTC, der profitablen und größten Mobilfunkgesellschaft Osteuropas. 49 Prozent gehören bereits dem Bonner Konzern, der seine Position in Osteuropa stärken will. Als Frist für die Annahme des Angebots, dass an Vivendi und Elektrim getrennt erging, wurde Freitag vereinbart.