Auch das noch: Wählen wie Hans-guck-in-die-Luft

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Wenn Ihnen künftig ein hinter dem Steuer irgendwie fuchtelnder Mensch entgegengefahren kommt, dann muss das nicht unbedingt daran liegen, dass er Sie kennt und winkt, Sie beschimpft und deshalb anzügliche Handbewegungen macht oder sich vielleicht vor Schmerzen windet, weil ihm eine brennende Zigarette aufs Bein gefallen ist. Denn möglicherweise tippt er gerade eine Telefonnummer in

Wenn Ihnen künftig ein hinter dem Steuer irgendwie fuchtelnder Mensch entgegengefahren kommt, dann muss das nicht unbedingt daran liegen, dass er Sie kennt und winkt, Sie beschimpft und deshalb anzügliche Handbewegungen macht oder sich vielleicht vor Schmerzen windet, weil ihm eine brennende Zigarette aufs Bein gefallen ist. Denn möglicherweise tippt er gerade eine Telefonnummer in ein holografisches Display ein, das vor seiner Windschutzscheibe erzeugt worden ist. Möglicherweise will er bloß eben mal telefonieren.
Die, zugegeben, nicht nur futuristisch klingende Situation hat jetzt ein amerikanisches Unternehmen vorgestellt, das im Firmennamen schon sein Programm trägt: HoloTouch. Die haben nämlich dieses Display entwickelt, mit dem man Daten in die  Luft projizieren kann. Und damit nicht genug. Nicht nur sichtbar werden die Informationen auf der virtuellen Scheibe, auch bedienen kann man die schwebenden Knöpfe, weil Infrarotsensoren die Annäherungen an die Oberfläche erkennen. Kein physikalischer Hintergrund ist mehr nötig – Holografie!

Das Bild, eine Kopie der Tastatur beispielsweise, wird zunächst auf einer in einem Gerät befindlichen durchsichtigen Scheibe erzeugt. Wenn sie von der Rückseite aus mit Licht bestrahlt wird, entsteht das Bild in der Luft. “Hologramme  sind nicht nur die Bildchen auf der Kreditkarte”, erklärt der Erfinder Douglas McPheters, um zu verdeutlichen, dass es viele verschiedene Varianten eines Hologramms gibt.

Ärzte in Operationssälen sollen die Technik nutzen, vielleicht können irgendwann einmal Privatleute damit im Wohnzimmer den Fernseher bedienen oder Mitarbeiter im Büro arbeiten. In Flugzeugen kommt die Technologie schon zum Einsatz, berichtet die New York Times. Piloten können so Instrumente bedienen, ohne den Blick nach vorne durch die Frontscheibe zu verlieren.

Solche Bedienoberflächen nennt man dann “Heads-up”-Displays, also Kopf hoch und immer schön auf die Rollbahn schauen. Aus diesem Grund sollen auch Autofahrer in den Genuss der Hologramme kommen.  Solange sie auch wirklich nur Tastaturen oder Handy-Displays in die Luft stellen und nicht Filme oder ähnliches, würde das vielleicht sogar Sinn machen. Es wird wohl noch eine Weile dauern, aber denken Sie daran, wenn jemand mal fuchtelnd im Auto sitzt …