IBM saugt die Dienstleistungs-Aufträge wie ein Staubsauger auf

Management

Für Outsourcing, IT-Management, Systemintegration und Beratungsdienstleistungen wurden insgesamt 299 Milliarden Dollar umgesetzt.

Unter dem Dauerfeuer kurzatmiger Quartals-Statistiken könnte der Blick für die langfristigen Entwicklungen verloren gehen – da erscheint eine Untersuchung des britischen Online-Dienstes ‘Computerwire’ hilfreich, in der die 3000 größten IT-Services-Verträge der vergangenen fünf Jahre bilanziert werden. Für Outsourcing, IT-Management, Systemintegration und Beratungsdienstleistungen wurden damit insgesamt 299 Milliarden Dollar umgesetzt. Wichtigste Erkenntnis: Die Dominanz von IBM Global Services ist erdrückend.
Die IBM-Dienstleister können seit 1998 allein 80,4 Milliarden Dollar oder 27 Prozent der Gesamtumsätze für sich verbuchen. Davon hatten 29 Deals ein Volumen von mehr als 1 Milliarde Dollar, 98 Aufträge summierten sich auf mehr als 100 Millionen Dollar. Mit großem Abstand folgt Computer Sciences (CSC) mit 46,5 Milliarden Dollar, das sind nicht einmal 60 Prozent der IBM-Dienstleistungsumsätze. Auf Platz drei findet sich unter dem Langzeit-Blick EDS wieder, vor Science Applications International (SAIC) und dem Business-Process-Outsourcer ACS. Erst danach folgen Accenture und die kanadische CGI Group.

Interessantes Detail aus der Datensammlung: Obwohl die großen IT-Dienstleister immer wieder betonen, wie wichtig ihre internationale Ausrichtung ist, hat nur einer von 20 Aufträgen tatsächlich eine entsprechende Dimension. Die restlichen 19 sind eher lokaler Natur.