SAP triumphiert auf Kosten der Spezialanbieter

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Die SAP-Kunden kehren Spezialanbietern den Rücken und setzen auch bei Erweiterungen auf die Produkte des deutschen Softwarekonzerns.

Die SAP-Kunden kehren Spezialanbietern den Rücken und setzen auch bei Erweiterungen auf die Produkte des deutschen Softwarekonzerns. Die Anwender sind an homogenen Lösungen interessiert. Das zeigt eine Befragung deutscher SAP-Anwender durch das Beratungsunternehmen Raad Consult.
“Bei geplanten Anwendungen wird hochgradig auf homogene Systemlandschaften zurückgegriffen”, heißt es. So liege die Quote der SAP-Kunden, die bei Zusatzprogrammen erneut SAP-Anwendungen nutzen wollen, bei rund 90 Prozent. Die Walldorfer haben demnach gegenüber der Konkurrenz erheblich aufgeholt. Anwender müssten nicht mehr auf Drittanbieterprodukte zurückgreifen, um spezielle Aufgabenstellungen lösen zu können, melden sie stolz. So loben denn auch die Analysten die neue Version der Kundenbeziehungssoftware “Mysap CRM”.
 
Als Großkonzern gehört SAP logischer weise zu den Gewinnern der Software-Marktkrise und konnte nicht nur alte Kunden halten, sondern sogar welche den Rivalen Kunden abjagen und sich selbst neue Märkte erschließen.

Der Zuspruch, den die SAP-Anwendungen genießen, sei jedenfalls überwältigend. So überlegen der Studie zufolge 19 Prozent der Anwender, künftig Programme für die Verwaltung von Kundenbeziehungen (CRM) einzusetzen. Davon bevorzugen 85 Prozent die SAP-Lösung, rund zehn Prozent setzen auf Marktführer Siebel. Anwender, die bereits CRM-Lösungen im Einsatz haben, benutzen aber nur zu 37 Prozent SAP-Programme.