Musikindustrie schlägt erste Musikpiraten in die Flucht

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Die Klagedrohung der Musikindustrie hat offenbar Millionen von Internetnutzern abgeschreckt. Dem Branchenverband Recording Industry Association of America (RIAA) zufolge sind die Zahlen der privaten Anwender bei der Tauschbörse Kazaa seit Juli von 6,5 auf 4,8 Millionen Nutzer zurückgegangen. Das stellte das Marktforschungsinstitut Nielsen Netratings jetzt fest. Anfang des Jahres hatte die RIAA eine massive Verfolgung

Die Klagedrohung der Musikindustrie hat offenbar Millionen von Internetnutzern abgeschreckt. Dem Branchenverband Recording Industry Association of America (RIAA) zufolge sind die Zahlen der privaten Anwender bei der Tauschbörse Kazaa seit Juli von 6,5 auf 4,8 Millionen Nutzer zurückgegangen. Das stellte das Marktforschungsinstitut Nielsen Netratings jetzt fest. Anfang des Jahres hatte die RIAA eine massive Verfolgung von Internetanwendern, die Musiktitel unerlaubt online austauschen, angekündigt.
Einen Umsatzanstieg bei den legalen, gebührenpflichtigen Musikplattformen konnte in der Folge nach Angaben der Experten allerdings nicht festgestellt werden. Trotz der reduzierten Nutzung haben illegale Tauschbörsen immer noch weit mehr Zuspruch als legale Dienste wie zum Beispiel ‘iTunes’ vom Computerhersteller Apple.

Die RIAA hat mittlerweile bereits mehr als 1000 Vorladungen an mutmaßliche Urheberrechtsverletzer verschickt. Mithilfe von Scanner-Programmen werden die Download-Partner bei der größten Internet-Razzia der Geschichte identifiziert und sollen dann auf bis zu 150 000 Dollar pro freigegebenem Song verklagt werden. Auch vor Minderjährigen werde nicht Halt gemacht, teilte die RIAA mit.