T-Systems zieht Milliardenvertrag bei DaimlerChrysler an Land

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Die Systemhaustochter der Deutschen Telekom hat mit Daimler-Chrysler einen mehrjährigen
Dienstleistungsvertrag geschlossen.

Die Systemhaustochter der Deutschen Telekom hat mit Daimler-Chrysler einen mehrjährigen
Dienstleistungsvertrag geschlossen. Verhandlungsnahe Kreise bezifferten das Auftragsvolumen auf
rund 1,2 Milliarden Euro. Der Auftrag zählt damit derzeit zu den größten Ausschreibungen in der
europäischen IT-Services-Branche.
“Wir haben mit Daimler-Chrysler einen Rahmenvertrag abgeschlossen, der auch die Aktivitäten
von Mitsubishi Motors einschließt”, sagte T-Systems-Chef Konrad Reiss der Nachrichtenagentur
Reuters. Die bislang zwischen den Unternehmen bestehende Vereinbarung für Dienstleistungen bei
Netzwerk- und Informationstechnik sei um drei Jahre verlängert und stark erweitert worden, fügte
der Manager hinzu. Der neue Vertrag habe eine dreijährige Laufzeit. Außerdem gibt es eine Option
für eine Verlängerung des Vertrags um weitere zwei Jahre.

Den Informationen zufolge zählt die von T-Systems gewonnene Ausschreibung zu den größten
Kundenaufträgen, die im laufenden Geschäftsjahr zur Vergabe anstehen. Die mit dem
Automobilkonzern geschlossene Vereinbarung umfasst unter anderem den weltweiten Betrieb von
Rechenzentren, Beratung, Softwareentwicklung, Nutzerbetreuung und Wartungs-Dienste. Ein Teil des
Auftragsvolumens werde T-Systems noch im laufenden Geschäftsjahr als Umsatz verbuchen.

Zum derzeitigen Geschäftsverlauf äußerte sich der T-Systems-Chef unter dem Eindruck der
aktuellen Erfolge rundweg positiv. “Im vergangenen halben Jahr hat sich unser Auftragseingang sehr
erfreulich entwickelt”, sagte Reiss unter Verweis auf einen jüngst mit dem Luftfahrtkonzern Airbus
geschlossenen Dienstleistungsvertrag. Die Deutsche Telekom wird am Donnerstag ihre
Geschäftszahlen veröffentlichen.

Dienstleister und Systemhäuser wie T-Systems leiden nach einer Boomphase bis zur
Jahrtausendwende nun aber doch deutlich unter der Investitionszurückhaltung der Kunden. Im
vergangenen Geschäftsjahr 2002 war der branchenweite Umsatz auf rund 10,5 Milliarden Euro
gesunken.