XML bekommt Standards für den Katastrophenschutz

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Das XML-Konsortium hat einen ersten Entwurf für Spezifikationen vorgelegt.

Das XML-Konsortium hat einen ersten Entwurf für Spezifikationen vorgelegt, mit deren Hilfe der Austausch von Informationen zu überregionalen Katastrophen und sonstigen Bedrohungen deutlich erleichtert werden soll. Mit dem Common Alerting Protocoll (CAP) stünden lokalen, regionalen und überregionalen Behörden und Organisationen sowie Unternehmen erstmals ein einheitliches Format zur Übermittlung zur Verfügung.
Das federführende Gremium zum ‘Emergency Management’ innerhalb des Konsortiums, kurz EM-XML, will dem Standardisierungsgremium Oasis (Organisation for the Advancement of Structured Information Standards) seine Vorschläge nun unterbreiten und nach einer Überprüfungsphase von 30 bis 45 Tagen noch einmal überarbeiten.

Damit werde ein drängendes Problem angegangen, meinte Allen Wyke, CTO beim Software-Hersteller ‘Blue 292’. Das Unternehmen ist auf Anwendungen zum Krisenmanagement spezialisiert. “Um drei verschiedene Einrichtungen zu benachrichtigen”, so Wyke, “muss ich heutzutage meistens auch drei Anwendungen anwerfen. Jetzt kämpfen wir aber damit, dass es schon eine Menge von unterschiedlichen Initiativen gibt und jede Menge De-facto- sowie festgelegte Standards.” Wyke ist zudem Vorsitzender des technischen CAP-Ausschusses.

Darin will er sich bemühen, die Kompatibilität mit den Standards RDF, XHTML, Soap und WSDL zu erreichen. Unter den mehr als 30 Mitgliedern des XML-Konsortiums arbeiten neben Oracle, Verisign und Unisys auch Boeing und das US-Innenministerium an den Standardisierungen mit. Eine so breite Unterstützung sei auch notwendig, so Wyke, um nicht das technisch Mögliche durch politische Hindernisse zu bremsen.