Seriell nimmt parallel nun endlich ins Visier

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SAS und SATA gibt es jetzt wirklich.

Die Initiative einiger Hersteller aus der Speicherbranche für die Entwicklung von Speicherplatten auf SAS-Basis (Serial Attached SCSI) trägt erste Früchte. Wie angekündigt, stellten Maxtor und Seagate auf der Hausmesse von Hewlett-Packard (HP) Festplatten mit der neuen Technologie vor.
Maxtor hat zumindest schon einmal einen Prototypen seiner MaxLine parat und zeigt, das Serial-ATA-Platten mit SAS-Speichermedien gekoppelt werden können. Diese Art der Kompatibilität galt bisher als nicht durchführbar. Seagate dagegen ist schon ein Stück weiter und präsentiert seine 2,5-Zoll SAS-Platte. Bislang hatten die Platten für Desktops und Server immer eine Größe von 4 Zoll. Der Hersteller lässt denn auch wissen, dass man mit 70 Prozent kleineren Festplatten eine bessere Performance erreichen könne, weil weniger Platz notwendig ist. Jetzt passen nämlich viel mehr Platten in einen Server.

Neben Maxtor und Seagate treiben auch Adaptec, Fujitsu und Hitachi die Initiative voran. SAS und SATA sollen die Speicherwelt insofern revolutionieren, als die serielle Technologie langfristig an die Stelle der derzeit weit verbreiteten parallelen Schnittstelle mit ATA-Platten treten könnte (in Deutschland heißt es eigentlich ‘IDE-Platten’), was allseits auch vermutet wird. Die parallelen Schnittstellen können beispielsweise nur Strecken bis zu 40 Zentimetern überbrücken. Seriell schafft man bis zu einem Meter.