IBM paktiert mit chinesischem Linux-Distributor

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IBM will die Linux-Version seiner DB2-Datenbank der mittelständischen Industrie in China
schmackhaft machen.

IBM will die Linux-Version seiner DB2-Datenbank der mittelständischen Industrie in China
schmackhaft machen. Zu diesem Zweck kooperiert Big Blue mit Chinas führendem Linux-Distributor
Red Flag. Dem Abkommen nach wird der Distributor IBMs DB2 Express mit seiner Linux-Variante
bundlen.
Red Flag scheint derzeit von allen Großkonzernen der IT-Industrie als Türöffner für den
chinesischen Markt gesehen zu werden. Die Ankündigung von IBM kommt nur kurze Zeit nachdem
Oracle und HP ebenfalls Kooperationen mit Red Flag bekannt gaben. So strebt Oracle eine
Zertifizierung seiner Produkte für die Linux-Plattform des Distributors an, während HP die
Server-Software von Red Flag für seine Server nutzen will.

Die Bedeutung solcher Kooperationen wird zudem durch die Tatsache verstärkt, dass die
chinesische Industrie sich immer mehr auf Linux einschießt. Erst kürzlich hatten die Regierungen von
China, Japan und Südkorea angekündigt, gemeinsam Alternativen zu Microsoft-Produkten zu
entwickeln – auf Open-Source-Basis.