ST Microelectronics füllt Handys mit Alkohol ab

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Brennstoffzellen sollen drei Wochen Strom liefern.

Nach zahlreichen Ankündigungen zu Brennstoffzellen in Laptops macht der französisch-italienische Halbleiterhersteller ST Microelectronics mit dem Konzept offenbar ernst. Eine mit Alkohol betankte Brennstoffzelle könnte nach Angaben des Unternehmens schon in wenigen Jahren Mobiltelefone mit Energie für einen Zeitraum von 20 Tagen versorgen.
Kern der STM-Pläne ist ein Silizium-Katalysator, der eine besonders große Oberfläche bietet. Bei der Reaktion von Sauerstoff und Wasserstoff entsteht Wärme, elektrische Energie und Wasser. Angesichts des geringen Energiebedarfs moderner Handys dürfte auch die anfallende Wassermenge per Verdunstung abzutransportieren sein.

Die Brennstoffzelle, heißt es bei Europas größtem Halbleiterhersteller, werde nicht größer ausfallen als heutige Akkus für Mobiltelefone. Über den Preis könne man derzeit nichts sagen, die Nachfrage der Hersteller sei noch nicht absehbar. ST Microelectronics hat sich auf dem Gebiet der mobilen Stromversorgung schon vor zehn Jahren einen Namen gemacht, als Nokia mit den ersten Akkus beliefert wurde, die erst nach mehreren Tagen aufgeladen werden mussten – und nicht jeden Abend.