Intel-Update: Notebook-CPUs bekommen mehr zu tun

CloudEnterpriseServer

Und das Bios soll EFI weichen.

Nach den Ankündigungen zu PC- und Serverprozessoren sowie zur Roadmap bei den Fertigungsverfahren hat Intel sich auf seinem Developer Forum in San Jose nun auch einige Details zu mobilen Prozessoren und Chipsets entlocken lassen. Hier ist der Energiebedarf noch immer eines der wichtigsten Themen – und Intel nutzt das Problem mit Management-Fähigkeiten für sich.
Unter dem Codenamen ‘Dothan’ läuft derzeit noch der Nachfolger des Pentium M. Sie sollen nach Auskunft von Intel schon in der zweiten Jahreshälfte 2004 mit ‘Sonoma’, einer überarbeiteten Centrino-Plattform auf den Markt kommen. Dann sollen die WiFi-Standards 802.11a, b und g allesamt unterstützt werden.

Der Chipsatz 855 GME weist in seinem Grafikchip dann zwar deutlich höhere Taktungen auf, soll den Energiehunger aber durch eine Erkennung von Akku- oder Netzbetrieb zügeln. Außerdem greift Intel mit dem Chipset ins Monitormanagement ein. Die Hintergrundbeleuchtung des TFTs wird gedrosselt, ein Viertel des Stromverbrauchs lässt sich hier angeblich einsparen, ohne bei Helligkeit und Kontrast Einbußen hinnehmen zu müssen. Ein eigens entwickeltes Verfahren soll das ermöglichen.

Das Bios, der Nukleus eines jeden PC-Boot-Prozesses, hat dagegen bei Intel schon bald ausgedient. Statt des Basic Input-Output-Systems soll in Zukunft das ‘Extensible Firmware Interface’ (EFI) den Betriebssystemstart übernehmen. Damit werde auch die Fernwartung von Rechnern einfacher, weil sich beispielsweise neue Laufwerke remote einbinden lassen, um von dort zu booten. Schon in vier Jahren soll sich EFI als Mittel zur plattformunabhängigen Systeminitialisierung durchgesetzt haben, hofft man bei Intel.

Neues hat Intel aber auch bei seinen X-Scale-CPUs zu bieten, die in PDAs und Mobiltelefonen zum Einsatz kommen. Mit seiner ‘Quick Capture Technology’ will der Prozessormulti digitale Fotografie mit maximal 4 Millionen Bildpunkten unterstützen. Auch Videostreams auf Basis von MPEG4 sollen dann auf dem mobilen Gerät zur Gewohnheit werden.