SAP jammert über Preisverfall

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Der Software-Konzern SAP hat weiter unter hohem Preisdruck zu leiden.

Der Software-Konzern SAP hat weiter unter hohem Preisdruck zu leiden. Vorstandssprecher Henning Kagermann macht dafür allein die Konkurrenz verantwortlich. So würden Unternehmen wie Oracle und andere mit Fusionen nicht nur die Konsolidierung des Marktes sondern auch den Preisverfall antreiben. Das sagte er auf einer SAP-Konferenz in Basel.
Er sprach von einem “nicht nur verwirrenden, sondern auch verzweifelten” Pricing und betonte, dass insgesamt inzwischen etwa 40 Prozent der verlorenen Verträge von SAP aus der Preispolitik von Oracle und deren Discount-Angeboten resultierten. Das sei, so sagte er, in der Firmengeschichte der Spitzensatz von an die Konkurrenz verlorenen Aufträgen. Dem will er entgegenwirken.

SAP sieht sich dabei, auch dies ging aus der Rede von Kagermann hervor, als Nutznießer der Übernahmeschlacht um Peoplesoft. So würden den Aussagen von Analysten zufolge alle drei daran beteiligten Unternehmen Kunden verlieren, also Oracle, Peoplesoft und die von Peoplesoft übernommene J.D. Edwards. Als ‘lachender Dritter’ sieht sich SAP wohl selbst auch, sagt Kagermann: “Mittelfristig profitieren wir davon.” Oracle wehrte sich aber gleich gegen die Vorwürfe mit der offiziellen Aussage: “Es gibt derzeit keine ungewöhnlichen Pricing-Initiativen von unserer Seite.”